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rp_indiv:7194

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1. Periode

A „Dig-nus es“ Intonationstorculus (TrcINT), in MR durch den runden Einstieg, in H durch den weitgezogenen Mittelteil der Neume erkennbar. Bv, Tol + Wc(!) notieren den ersten Ton nicht, T1 schrittweiser Anstieg.
„Dignus es Bv + Lc akzentuieren die Silbe mit Pes.
do-mine“ Lc vermeidet die Tonwiederholung „fa - fa“ (Plerosis).
„do-mi-ne“ Der nk Pes sbp verliert in Bv + Tol den ersten Ton. Ka vermeidet das „mi“ und wiederholt „fa“.
„domi-ne Das Quilisma in H ist schon in MR als Ton notiert.

lib-rum“ Der Quartfall „la-mi“ ist in den jungen diastematischen Quellen (Wc, Fo, Lc, Ka, Wm) zur Terz „la-fa“ revidiert (do-Revision).
„lib-rum Die Neume ist eine Standard-Cadenz: Wc, Fo, Wm wissen dass das Quilisma kein Ton ist; beide Tol notieren Quilisma, bleiben nur Bv, Lc + Ka, die das Quilisma als Ton verstehen.

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B\ „a-peri-re“ frOc - frOr. Während MR mit einem QuartPes die Rezitationsbene „do“ überspringt, steigt H mit 2 Pedes zuerst zur Rezitation „(TerzPes „a-pe-rire“) um den Akzent mit SekundPes auf die Rezitationsebene aufzusetzen. Die üblichen Hss folgen der traditio frOc (Wc, Fo, Lc und vor allem Bv). Der WortartikulationsTorculus (TrcWA) ist eine spätere Zugabe (siehe Bv21, aber nicht Bv19).
Ob die Rezitationsebene „si“ in T1 der ältere Zustand des Cento ist, oder eine zu vernachlässigende Eigenheit dieser Quelle darstellt, lässt sich nicht entscheiden.
„sig-na-cula“ Die Virga strata (~Vrg) am Ende der Neume wird in MR wie üblich als kHalbtonPes übertragen, in Fo + Ka aber nicht.
„signacu-la Diese 8stufenNeume ist Teil der typischen RP7 CentoB-Kadenz. Die je beiden Quilismata von MR + H werden in den diastematischen Handschriften wohl grunsätzlich als Ton übertragen, aber Wc überträgt nur das erste Quilisma als Ton, die zweite Stelle bleibt leer. In T1 steht an beiden Stellen ebenfalls Quilisma, T2 aber hat an Stelle des ersten Quilisma bereits einen Ton (cf. Wc!).

„e-ius“ Der Aufstieg zum „do“ in Ka ist grundsätzlich und ausnahmslos, für diese Handschrift konstitutiv.
Die Neume sca_sbp_res in der CAD mega hat in H und allen diastematischen Quellen einen kurrenten Anstieg zum Gipfelton: zwei Puncta und episemierte Virga „la-si-do“. In MR steht hier allerdings ein QuilismaPes: „la-do“ nk Anstieg, allerdings ohne Zwischenton. Man könnte die beiden Graphien als die kurrente und die nicht kurrente Form der selben Neume bezeichnen.

2. Periode

C „quo-ni-am“ 5stufige Neume: ScaFlxRes. Hier sind sich alle Quellen einig, dass das Quilisma kein Ton ist, Ausnahme Fo2. Tol schreibt das Quilisma natürlich. Bv verlegt die Neume auf die erste Silbe, die Akzentsilbe. Der Oriscus anstelle der ResupinVirga in H indiziert den nächsten Ton als tiefer: „si“, dem nur Wm nicht folgt. Die anderen jungen diastematischen Quellen schwindeln sich wie MR mit einer Clivis „do-si“ über diese Stelle.

„occi-sus es“ Wieder Gegensatz frOc – frOr. Der Quartfall „re-la“ in H wird in MR aufgefüllt, ein klassischer Fall von Plerosis. Hier gehen Wc (MR auf Linien) und Bv mit MR, Tol und die weiteren jungen Diastematiker folgen H.
„occisus es In MR wird die Schlusssilbe mit TrcWA dargestellt, Wc folgt. Ist die ~Clv in H ein Trc i.d.? Abgesehen von Wc ist diese Neume nur in T2 + Bv1 3tonig („la-la-sol“).

D „et re-demisti TrcINT, aber nur Lc +Ka schreiben den ersten Ton, auch in MR ist der TrcINT bereits zu Clv geschrumpft.
„rede-mis-ti ~Clv (vulgo: Pressus) Lc + Ka nur zwei Töne, ebenso Bv. Wahrscheinlich soll der Oriscus auf „re“ die Ténorebene für die folgende CAD 4C (hier in der Position 7D) festlegen.
de-o In der Formel CAD 4C wird in Bv grundsätzlich der 4. Ton erhöht

3. Periode

F „in san-gui-ne Der QuilismaPes „la-do“ ist in MR als gewöhnlicher (k)Pes notiert. Ka + T1 reduzieren die Silbe auf Einton „do“. Nur Lc + T2 übertragen das Quilisma als Ton. „in sangui-ne Einleitungsnrumr zur CAD 7E, vide supra: „signacu-la“.
„tu-o Im Gegensatz zu v.s.: „eius“ führt die schließende Clivis „sol-fa“ nicht wie üblich zum „sol“. Der Oriscus weist darauf hin. Damit schließt dieser Cento nicht ab, sondern führt weiter (Doppelpunkt).

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al-leluia“ Der aufsteigende „Dreiklang „fa-la-do“, nur Lc schreibt für das Quilisma einen Ton, ist außer in Wc überall mit einem übersteigenden Akzent „re“ gekrönt. In MR + Wc nicht, Die Epiphonusgraphie in H kann nur als Zeichen für die Vermeidung dies „Akzentes“ verstanden werden. Soll aber das „do“ verdoppelt sein ?

Bv1+2 enden mit einem dreifachen „alleluia“.

rp_indiv/7194.txt · Zuletzt geändert: 2022/04/24 10:51 von georgwais