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rp_indiv:7014

7014

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Klare zweiperiodische Struktur AB / CF. Beide Terminationes (B+F) verwenden die authentische Intonatio ( Ω a ).

1. Periode

A Einer der 4 Fälle, wo die Einleitungsformeln (hier Salicus „do-re-fa“ auf die Kadenzformel (CAD) folgen!
cf.: 7013, 7211, 7083
Der Satz könnte auch umgedreht gesprochen werden: „Sanctos tuos adduxisti“; die Hauptaussage ist „Adduxisti“. Das Centoende bildet die CAD circulatio (= applicatio).

B Sowohl in Cento B als auch in Cento F ist die INT Ωa „si-re-do-si-la-do-si-la“ mit der üblichen Neume „re-do-do-si-la“ (4stufig, 5tonig) eingeleitet, beide Male aus der Rezitation „re“. Diese 4stufige Neume (Clm) ist, wenn ohne resupin-Anhang, immer unbetont. Daher verschiebt sich in beiden Fällen der vorletzte Akzent nach vorne.

2. Periode

A Der Cento wiederholt die Materialien des Cento A: Rezitation „sol“ mit und ohne Akzentpes, Salicus „do-re-fa“ und angebundene Circulatio. Die Rezitation „sol“ hat drei praetonische Silben, die aus der Rezitation heraus mit Pes betont werden können:
T2 „quam prae-pa-ra-vé-runt“
T1 „quam prae-pa-ra-vé-runt“
Ka „quam prae-pa-ra-vé-runt“
T2 „quam prae-pa-ra-vé-runt“
T1+Ka+H setzen auf die erste Silbe einen Epiphonus: hier kein Pes!, keine wenn auch noch so kleine zweite „Note“, bestenfalls eine Vermehrung der Sonorität. Alle akzentuieren den Sinnakzent „prae--raverunt“ H mit Virga strata: eintoniger Pes.

F v.s. Rezitation „re“ mit Akzentpes.

rp_indiv/7014.txt · Zuletzt geändert: 2022/06/09 01:28 von xaverkainzbauer