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cento_an:pr2_syn

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PROTUS PLAGALIS


2 TYPOI

2 TYPOS O-Ant

sechsteilig

Die weiteren Antiphonen, die nicht zur Octav von Weihnachten gehören, haben nicht mehr die selbe Textstruktur, sie sind keine Orationen mehr, verwenden aber trotzdem den selben melodischen Typos.

Die beiden Incipits haben fast die selbe Melodie.

Der Abschluss der Adresse (MED) geht zum „do“: Doppelpunkt.

BIN-c schließt mit NMA applicatio, BIN-d schließt wieder auf „do“.

Die Terminatio ist in allen Antiphonen des 2.Modus aus ein und der selben Gruppe (2TER).


2TYP O INCa

das Incipit der O-Antiphonen


2TYP O MEDb


2TYP O MEDc


2TYP O MEDd


2TYP O INCe


2TER


2 TYPOS ad4

dreiteilig

Dreiteiliger Typos des Weihnachtsfestkreises.


2TYP ad4 INC

Die Texte sind zweiakzentig, der erste Akzent liegt auf „re“, es folgen meist drei unbetonte Silben „sol - fa -mi“. Der zweite Akzent liegt auf dem „do“, die posttonische(n) Silbe(n) auf „re“. Sind zwischen den Akzenten nur zwei unbetonte Silben vorhanden, so verbindet sich das „sol“ mit der ersten Akzentsilbe: nkPes „re-sol“ (0068, 0115). Ist nach dem zweiten Akzent nur eine posttonische Silbe vorhanden,so verschmilzt das „re“ mit dem Akzentton zum nkPes „do-re“. Sind zwischen den beiden Akzenten vier unbetonte Silben vorhanden, so rutscht der Akzent nach hinten (1517 hier bildet er den Trc re-fa-re aus).


2TYP ad4 MED

Den Mittelteil des Cento, diesmal dreiiakzentig, macht die Tonfolge „mí“ - re - „fá“ - mi und die Finalis „do“ (Doppelpunkt) aus. In 0019 ist die steile Fügung „ét vér-bum domini“ für das Ausfallen des „re“ verantwortlich. Die Antiphon „Vox in rama“ ist ein Sonderfall, der unter (0263) zu besprechen ist.


2TYP ad4 TER

Die Terminatio ist wieder zweiakzentig strukturiert und sehr nahe der allgemeinen 2TER verwandt.

Die Strukturtöne sind „mi- do- re- fa„und Finalis „re“. Die Behandlung der Finalis ist die übliche: Das PPO hat auf der Binnensilbe einen kPes. Ist das letzte Wort auf der Schlusssilbe betont, so wird das „re“ erst mit der letzten Silbe erreicht: „-per vós“ = „re-do-re“; „ierusa-lém = „mi -fa -re“.


2 TYPOS Rez

dreiteilig

Dieser Typos des 2.Modus kommt nur 6 mal vor, aber an prominenten Stellen des Kirchenjahres.


2TYP Rez INC

Auf die Rezitation „re“ werden Akzente gestellt, zuerst den nkPes „re-fa“, dann den weniger starken Akzent kPes „re-mi“. Abgeschlossen wird mit einer Formel zum „do“: fa-mi-do. Das „do“ kann aber nicht abschließen, es führt weiter, daher ist 2INC Typ Rezre unmittelbar gefolgt von 2BIN Typ Rezre.


2TYP Rez MED

ist eigentlich nicht mehr als 1FML sol-mi-do aufsteigend, das mit der Clivis „fa-re“ abgeschlossen wird.

Die Terminatio ist meist 1TER de3 oder eine andere Terminatio des 1.Modus.


2TER Die Terminatio des 2 TYPOS Rez ist die allgemeine 2TER.


2 INCIPIT

Der 2.Modus (Protus plagalis) ist die kleine Terz „fa-mi-re“.

Der 2.Modus hat nicht so eindeutige Centones wie der erste. Was hier als drei unterschiedliche Incipits bezeichnet ist, ist eine vielfach wandelbare Gruppe von Formeln/Centones, die meist als Incipit, aber auch als Binnenformel, ja selbst als Terminatio verwendet wird. Wir ordnen diese Vielfalt als

2INC cad fallend com „fa“ zum „re“,

2INC asc aufsteigend „do-re-fa“. Endet die Formel mit „fa“, so führt sie einfach weiter; endet sie mit „re“, so schließt sie ab.

2INC ad3 Rezitierend auf „re“ mit Akzenten zum „fa“. Hierher zählt grundsätzlich auch die M-Form, zweiakzentige Formeln, die zum „re“ zurückkehren.

Die drei Formen sind nicht immer sauber voneinander abzusetzen.


2INC cad

2INC cad ist eine der drei Erscheinungsformen jenes Cento / jener Formel, die den 2.Modus ausmacht. Er fällt vom „fa“ zum „re“ und ist in seiner Grundform einakzentig.


2INC asc

2INC asc ist eine der drei Erscheinungsformen jenes Cento / jener Formel, die den 2.Modus ausmacht. Der Cento / die Formel ist durch drei Elemente geprägt:

den Aufstieg „do-re-fa“,

den Akzent, meist „fa-sol“, der den Cento prägt und

den Ausgang, der den Cento in den Gesamtablauf eingliedert.


2INC ad3

2INC ad3 ist eine der drei Erscheinungsformen jenes Cento / jener Formel, die den 2.Modus ausmacht. Er rezitiert auf „re“ und hebt seine Akzente zum „fa“. meistens, aber nicht immer lassen sich diese Formeln /Centones als 2INC cad oder 2INC asc erklären. daher die eher spärliche Anzahl dieser Gestalt des 2INC. cf.1059


2INC cad ad4

Das „Incipit cadens de tertio tono et ascendens ad quartum tonum“ 2 INC cad ad4 ist mit seinem kleine-Terz-Fall (cad) ein Cento des Protus plagalis, obwohl es in den Antiphonen des 2.Modus nur 10 mal vorkommt, im 1.Modus aber 60 mal. Im Deuterus plagalis ist der Cento nahezu konstitutiv (40 mal, im 3.Modius auch noch 4 mal).

Der Cento vertont zweiakzentige Texte, deren erster: „fa“ im Schatten des zweiten: „sol“ steht. Die Melodie geht stufenweise vom fa zum re ab, um ebenso stufenweise das sol zu erreichen. Sehr oft wird das der zweite Akzent torculusartig mit „sol-la-sol“ umspielt.


2INC sub

cento_an/pr2_syn.txt · Zuletzt geändert: 2019/10/26 10:45 von georgwais