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cento_an:pr1_typos

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cento_an:pr1_typos [2018/08/25 19:04]
xaverkainzbauer [zum kPes im PPO der Finalis]
cento_an:pr1_typos [2018/10/20 19:21]
georgwais [1 TYPOS]
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-Die Virga strata ist hier eindeutig und zweifelsfrei nichts anderes als das Signal in den nächsten Cento überzugehen. Keine der Quellen schreibt in diesem Typos an Stelle der Virga strata eine Zweitonneume,​ allerdings macht das Solesmes (cf. [[ant:​0018]],​ [[ant:​0199]],​ [[ant:​0242]] etc). Es drängt sich der Verdacht auf, auch der Pes quassus (nkPes mit Oriscus als Anfangselement) könnte weniger eine artikulatorische(=rhytmische) Bedeutung haben, als vielmehr ein struktureller mnemotechnischer Hinweis sein.+Die Virga strata ist hier eindeutig und zweifelsfrei nichts anderes als das Signal in den nächsten Cento überzugehen. Keine der Quellen schreibt in diesem Typos an Stelle der Virga strata eine Zweitonneume,​ allerdings macht das Solesmes (cf. [[ant:​0018]],​ [[ant:​0199]],​ [[ant:​0242]] etc). Es drängt sich der Verdacht auf, auch der Pes quassus (nkPes mit Oriscus als Anfangselement) könnte weniger eine artikulatorische (=rhythmische) Bedeutung haben, als vielmehr ein struktureller mnemotechnischer Hinweis sein.
    
  
-auch [[ant:​4159]]+vgl. auch [[ant:​4159]]
  
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-====== DIE OFF-Antiphonen des PROTUS ====== 
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-eine centologische Untersuchung ​ -  Xaver Kainzbauer 
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-Seit dem 19. Jh wird der Versuch unternommen,​ die Kompositions­regeln des Gregorianischen Chorals zu entschlüsseln,​ wird versucht, der -ars cantilenae- auf die Spur zu kommen. 
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-<fc #​4682b4>​Walter Howard Frere</​fc>​ analysiert Ende des 19.Jh das Sarum Antiphonal (13.Jh.) und unterscheidet grundsätzlich zwischen Antiphon und Responsorium,​ und damit zwischen antiphonaler und responsorialer Komposition. 
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-<fc #​4682b4>​Paolo Feretti</​fc>​ entwickelt Anfang 20.Jh. ausgehend von den Akzenten der lateinischen Sprache eine allgemeine melodische „Esthetik“. Seine Basis ist die editio typica von Solesmes. Er kennt Centones und unterscheidet Intonatio, Zentralformel und Finalis. Seine Beispiele stammen aus den Offiziumsantiphonen des 1.Modus und er zählt die meisten der Centones auf, ohne sie zu deuten. 
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-Unser neuerlicher Versuch der Centoanalyse geht in sechs Schritten vor: 
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-1) Wir erstellten eine <fc #​ff0000>​digitale Bibliothek</​fc>​ des Offiziums- und des Messrepertoires,​ wobei für die Antiphonen 14 wesentliche und vor allem älteste Handschriften ausgewählt wurden, dazu die 10 Codices des CAO. Dabei ist codex Hartker, gegen das Jahr 1000  geschrieben,​ adiastematisch und mit detaillierter Neumierung, zweifelsfrei die wichtigste Quelle. Aber auch der bisher wenig berücksichtigte codex Mont Renaud, adiastematisch 10. Jahrhundert,​ wird einbezogen. ​ Weiters werden ihre etwa 200 Jahre jüngeren Tochterhandschriften verwendet, für Hartker Karlsruhe 60  und für Mont Renaud Worcester 160. Die wichtigsten Zeugen der beginnenden Diastemie sind die Aquitanier Toledo 44.1 und Toledo 44.2 des 11. Jahrhunderts. Weiters wichtig ist die beneventanische Tradition mit Benevent 19/20, Benevent 21, dazu Monte Cassino. Hinzugezogen haben wir auch die bisher eher vernachlässigte ​ Zisterziensertradition mit codex Zwettl 399/402, und diese inzwischen ergänzt um den ältesten codex dieser Tradition Westmalle. Das Antiphonale Monasticum von 2005-07 beruft sich auch auf die Pariser Handschriften St.Maur fossés und St.Denis (BNP 12584, 12044, 17296), also haben wir diese auch dazugenommen. Weiters finden sich noch Lucca 601 und die zusätzlichen codices des CAO Durham, Ivrea, Monza, Verona, Silos; und die zur St.Galler Tradition gehörenden Handschriften Bamberg und Rheinau, ergänzt um Quedlinburg. Die Antiphonen wurden in der Reihenfolge des codex Harter durchnummeriert. ​ 
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-2) Zweitens erstellten wir <fc #​ff0000>​Tableaus</​fc>,​ vergleichende/​synoptische Tafeln dieser Handschriften. Solche Tableaus existieren zwar seit bereits über 100 Jahren in Solesmes, sind jedoch unter Verschluss, womit sich Solesmes lange Zeit ein Monopol in der Choral­forschung sicherte. 
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-3) Drittens wurde daraus ein musikalischer <fc #​ff0000>​Normtext</​fc>​ erstellt - ein Ergebnis, das sich an den adiastematischen Neumen von St. Gallen (Hartker für die Antiphonen) orientiert und ein möglichst frühes Stadium der Melodieentwicklung wiedergibt. ​ Es wurde bald klar, dass die üblichen solesmenser Quadratnoten nicht ausreichen, jüngere Erkenntnisse über die adiastematischen Neumen auf Linien darzustellen. ​ Die Weiterentwicklung der Quadratnoten ist work in progress. ​ Die Tableaus, die Handschriften und unser Normtext können im Internet unter „<fc #​4682b4>​www.omnigreg.at</​fc>​“ eingesehen werden. 
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-4) Der vierte Schritt war das Erstellen von <fc #​ff0000>​Cento-Blättern</​fc>,​ vergleichende Tafeln aller Fälle eines bestimmten Cento. Im Vergleich aller ähnlichen Stellen werden die Regeln erkennbar, nach denen die Centones gebaut sind.  ​ 
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-5) Ausgehend vom ‘<fc #​ff0000>​CENTO</​fc>​’,​ quasi dem melodischen Fertigbauteil,​ unterscheiden wir mit Feretti: \\ 
-<fc #​4682b4>​TER</​fc>​ = Terminatio = Finalformel,​ \\ 
-<fc #​4682b4>​INC</​fc> ​ = Incipit = Initialformeln  und \\ 
-<fc #​4682b4>​MED</​fc>​ = Medium = Zentralformeln. \\ 
-Centones werden \\ 
-a) zuerst einmal, vergleichbar einer grammatikalischen Struktur (Hauptsatz, Nebensatz) in ihrer funktionalen Position eingesetzt. Darüber hinaus ist \\ 
-b) andererseits auch der Sinngehalt, die Aussageabsicht für die Wahl dieses bestimmten Cento ausschlaggebend. Drittens entscheidet \\ 
-c) die Anzahl der Akzente und ihr Gewicht zueinander über die konkrete Gestalt des Cento. Die folgenden grundlegenden Begriffe, Definitionen,​ haben sich im Laufe der Analyse gefestigt: ​ 
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-Ein ‘<fc #​ff0000>​TYPOS</​fc>​’ ist eine ganze Antiphon, eine immer gleiche Melodie, die bei gleicher Satzstruktur,​ gleicher Aussagerichtung und gleichem Tonfall auf verschiedene Texte angewendet wird (um im Vergleich zu bleiben: ein Fertighaus). ​ 
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-Eine ‘<fc #​ff0000>​FORMULA</​fc>​’ ist eine Melodiefloskel aus zwei oder drei Silben. Sie wird einem Cento aufgesetzt, um ihm zusätzlich eine bestimmte Aussagerichtung,​ eine bestimmte Stimmung zu geben. ​ 
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-Auch einzelne <fc #​ff0000>​NEUMEN</​fc>​ (eine Neume ist eine Silbe), übernehmen formelhafte Aufgaben, dabei ist die Grenze zwischen Formel und Neume fließend. 
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-===== TERMINATIO ===== 
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-Gregorianische Melodien sind grundsätzlich vom Schluss her gedacht: „in finis iudicabitur“. Daher ist es sinnvoll mit dem Ende zu beginnen. Alle Schluss­f­ormeln des Protus authenticus lassen sich auf eine einzige Grundmelodie zurückführen:​ die fallende Linie la-sol-mi-re (a-g-e-d). ​ 
-Sie ist der gregorianische PROTUS authenticus. ​ 
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-**<fc #​540387>​1TER de5</​fc>​**. Diese klassische Struktur allein kann schon eine ganze (kleine) Antiphon bilden: 
-{{ :​cento_an:​0684_xerg.png?​600|}}\\ 
-Ein kleiner Ausflug in die Semiologie: Das celeriter c auf der ersten Silbe und das Episem am Wortende zeigen in genial einfacher Weise, was die Neumen Hartkers können. Das celeriter weist auftaktig auf den Akzent „Lau-dá-te“ hin; das Episem rundet das Wort auf der Endsilbe ab und verhindert ein taktierendes Betonen der Akzentsilbe. Das erzwingt einen sprachlichen Zugriff an Stelle eines taktierenden Absingens. Der weitere Verlauf ergibt sich nun von selbst. 
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- {{ :​cento_an:​0753_1terde3.png?​400|}} 
-Aus diesem Ursprung sind alle weiteren Möglichkeiten einer Terminatio im Protus authenticus entwickelt: Liegt die Antiphon nicht auf Ténor „la“ sondern tiefer, wird  
-**<fc #​540387>​1TER de3</​fc>​** Protus von der Terz  verwendet. 
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- {{ :​cento_an:​0416_1ter_clv.png?​400|}} 
-Soll die Antiphon ruhig, breit ausfließen,​ so wird der Pes „mi-fa“ zur Clivis „fa-mi“ verändert . 
-**<fc #​540387>​1TER Clv</​fc>​** 
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- {{ :​cento_an:​0073_1ter_verb.add.png?​400|}} 
- Wird dem eigentlichen Text ein (erklärendes) Wort nachgestellt,​ meist ist es Halleluja, so wird Terminatio verbo addito ​ (mit nachgestelltem Wort)  **<fc #​540387>​1TER verb.add</​fc>​** verwendet.\\ ​ 
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-{{ :​cento_an:​0802_1ter_penult.png?​400|}} 
-**<fc #​540387>​1TER penult</​fc>​** Ist der vorletzte Akzent wichtig, wird er mit Quartpes „re-sol“ hervorgehoben ​ (vorletzter Akzent betont). Hier treffen wir zum ersten Mal auf den TYPOS des 1.Modus:​ vierteilig,​ am häufigsten mit 1TER penult,​ immer mit 1INC clv (s.u.). ​ 
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-{{ :​cento_an:​0098_1ter_conc.png?​400|}} 
-**1<fc #​540387>​TER conc</​fc>​** Ein lapidarer Textschluss wird einfach mit der Tonfolge „fá-sol-mí-fa“ konzis zu Ende geführt. 
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-{{:​cento_an:​gph_1ter_tutti.jpg?​600 |}} 
-In allen Fällen wird erst mit dem letzten Akzent die Finalis „re“ erreicht, egal ob meist Paroxytonon (PO „véster“ ), Proparoxyton (PPO „hóminum“) oder selten Oxytonon (O „réx“). Somit sind tatsächlich alle möglichen Schlüsse des 1.Modus aufgezählt. 
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-==== zur Liqueszenz ==== 
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-Nie wird in der Terminatio die Clivis vor der Finalis/dem letzten Akzent auf zwei Silben aufgeteilt. Sie bleibt der letzten Silbe vor dem letzten Akzent vorbehalten,​ in den sie verbindend hineinführt. Soll der letzte Akzent allerdings zusätzliches Gewicht erhalten, wird die Clivis davor zum Cephalicus reduziert. Der Cephalicus staut den Sprachfluss und provoziert so den folgende Akzent.x) 
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-Mit Blick auf die Handschriften des 12.Jahrhunderts war man im <fc #​4682b4>​19.Jahrhundert</​fc>​ der Überzeugung,​ ein Cephalicus der adiastematischen Handschriften sei (immer) eine Clivis, deren zweiter Ton in seiner Sonorität vermindert ist, aber trotzdem erklingen muss. Daher schrieb man immer eine kleine Nebennote dazu. Fälle, wo vom Melodieverlauf her ein Nebenton undenkbar ist, ließ man (Pothier) stillschweigend unter den Tisch fallen und schrieb einfach Punktum. 
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-Mitte des <fc #​4682b4>​20.Jahrhunderts</​fc>​ machte man mit den Liqueszenzen ernst, die nicht aus einer Clivis abgeleitet sein konnten, sondern von einer Virga entstanden sind und unterschied 
-•augmentative Liqueszenz: eine Eintonneume wird in ihrer Sonorität vermehrt, ohne einen zweiten Ton zu bilden, und 
-•diminutive Liqueszenz: Eine Zweitonneume verliert in ihrem zweiten Ton Klangkraft und dieser reduziert sich zu einem Schwalaut, einem klanglichen Anhängsel auf anderer Tonstufe. In der aus dieser Erkenntnis folgenden Praxis wurde und wird dieser zweite Ton als kleine Note geschrieben aber trotzdem fast immer wie ein voller Ton gesungen -  ​ 
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-Aus dem Studium der adiastematischen Handschriften und den semiologischen Untersuchungen G. Joppichs, gestützt durch centologische Untersuchungen,​ entstand am Beginn des <fc #​4682b4>​21. Jahrhunderts</​fc>​ eine neue Sicht der Liqueszenz: Ein Cephalicus oder Epiphonus ist immer nur ein Ton, zwar klanglich vermehrt, aber nie mit Nebenton, ob er nun aus Clivis oder Pes entstanden ist (diminutiv),​ oder aus Virga oder Tractulus (augmentativ). Die semiologisch/​centologischen Untersuchungen zeigen, dass die weiterführende Kraft der Clivis durch Liqueszierung verhindert werden soll, dass der Cephalicus staut. Würde ein zweiter, wenn auch noch so kleiner Ton (klingt er in der Praxis wirklich klein?) gesungen, so wäre eben dieser Stau zerstört. Das bedeutet: von der Genese her ist weiterhin augmentative und diminutive Liqueszenz zu unterscheiden,​ praktisch erklingend gibt es nur die augmentative Liqueszenz. Dies gilt für Scholen, die die eigentliche Gregorianik singen wollen. Wer im Geist des 12. Jahrhunderts und später singen will, kann und soll einen Nebenton singen.  ​ 
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-{{:​cento_an:​gph_liqu01.png?​400 |}} 
-Ein erhellendes Beispiel bilden zwei Vesperantiphonen zum Fest der hl.Lucia, die unmittelbar hintereinander stehen und zweimal die <fc #​540387>​1TER de5</​fc>​ in Binnenposition verwenden, da die wesentliche Aussage der Antiphon hier bereits vollständig vorliegt (0055, 0056). In [[ant:​0055]] geht es darum, dass Lucia Zeugin für Chrístus ist. Daher wird die für den Cento constitutive Clivis zum Cephalicus reduziert, der Stau auf der Endsilbe „mar-tyr/​“ provoziert den Akzent **Chrí**-sti. 
-In [[ant:​0056]] wird Lucia für ihre Geduld gelobt. Sie war geduldig, weil sie „**Bráut** Christi“ ist. Der letzte Akzent ist nicht betont, die Clivis führt fließend in den letzten Akzent „christi“. Der Hauptakzent selbst allerdings: „spónsa“ wird (augmentativ) ausgebreitet. 
-Diese Erkenntnis sollte auch für das Mess­repertoire weitreichende Folgen haben. 
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-==== zum kPes im PPO der Finalis ==== 
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-{{:​cento_an:​0733_gph_ppo_binnen_kpes.png?​400 |}} 
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-===== INCIPIT =====  
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-Der Protus authenticus kann seine Aussage auf vier Ebenen treffen: drei unter­schied­­liche Ténorebenen bedeuten unterschiedliche Aussageintensität: ​ 
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-{{:​cento_an:​gph_1inc_te_norebenen.png?​400 |}} 
-"​la", ​   - hohe Spannung\\ 
-"​sol" ​  - mittlere Spannung\\ 
-"​fa" ​    - niedrige Spannung. 
-Dazu kommt noch die Finalisebene\\ "​re",​ auf der spannungslos unterkühlte Texte beginnen. ​ 
-Die Möglichkeiten eines Incipit sind wie bei der Terminatio assoziativ weiterentwickelt. Ausgangspunkt ist die Formula alloquium, die den Tonraum des 1.Psalmtons ausschöpft („fa-la“). 
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-Die Anredeformel <fc #​540387>​1FML alloq</​fc>​ steht in der Position des Incipit. Codex Hartker schreibt beim ersten Erscheinen dieser Formel [[ant:​0045]] "​e"​ equaliter zwischen erster Virga und dem folgenden kPes, später nicht mehr. Das Wissen um die Gestalt des Cento wird vom Schreiber in der Folge vorausgesetzt. Anders als heute gängige Ausgaben (Während AM 1934 in allen Fällen Pes "​sol-la"​ schreibt, respektiert AMn den Schreiber Hartker und bringt in den beiden Fällen wo "​equaliter steht einen Pes "​fa-la"​ , aber nur dort) schreiben wir in **allen Parallelfällen** ​  ​unisonischen kPes "​fa-la"​. Einweiteres Mal erinnert Hartker daran, wie diese Formel/ dieses Wort zu klingen hat, wenn die Anrede (alloquium) zum ersten Mal in Binnenposition erscheint [[ant:​0170]]. 
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-{{:​cento_an:​gph_pr1_inc_alloq_1.jpg?​400 | }} 
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-Die klassische Gregorianik denkt rezitativisch. Spätestens aber ab der Jahrtausendwende setzt sich schrittweise ein musikalischer Zugriff auf die Melodien durch: Tonwiederholungen sind verpönt, Intervallsprünge werden wo es geht zu Tonleitern aufgefüllt,​ die Neumen beginnen mit der ersten Note. Nicht erst das Tridentinum (Palestrina),​ schon die Zisterzienserreform kritisiert die "​falschen Betonungen"​ im gregorianischen Choral. Der Fehler liegt aber nicht bei den "​Komponisten"​ sondern bei den Ausführenden des 2. Jahrtausends. Der Unterschied zwischen kPes und nkPes ist vergessen, die Melodie ist verändert, so wird zu „di-**cí**-te“ was „**dí**-cite“ heißen würde, wenn die Neumen nicht als Musiknoten missverstanden wären. Die Akzentsilbe „Dí-cite“ ist ohnehin immer, unabhängig von Neumenzeichen,​ zu betonen, der kPes ist nicht mehr als ein Portamento, dessen Beginn gar keine bestimmte Tonhöhe haben kann. 
-Ist die Anrede ein hebräisches Wort, das auf der letzten Silbe betont wird, so wird der Binnenpes durch den akzentvorbereitenden Torculus (Clivis emphatica, Clivis urgens) ersetzt. Das ist auch der Schlüssel für das Verständnis des Endbetonten "​dominús"​. 
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-1INC Clv Wenn der Aussagegipfel nicht gleich am Beginn der Antiphon steht aber unmittelbar folgt, wird das Incipit cum clive verwendet. ​ 
-Es ist das häufigste Incipit und kommt im Kernrepertoire über 130 mal vor. Der Cento ist in der Regel zweiakzentig. Verfügt das Incipit nur über einen Akzent, wird es gekürzt (1INC Clv - vide: 0600,2594). 
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-Kern des Cento sind die drei Silben vor dem letzten Akzent: die drittletzte Silbe ist die Clivis „re-do“,​ dann folgen die Silben „fa“ und „sol“, worauf der Akzent folgt: nkPes „fa-la“,​ wie in der FML alloq. Der Akzent des letzten Wortes liegt auf dem nkPes fa-la. Ist das letzte Wort ein PPO, so wird der Pes auf zwei Silben aufgeteilt, der zweite (Binnen-) Ton wird durch Urgenz gestärkt (kPes = Virga urgens). Alle diastematischen Quellen schreiben für den ersten Ton des kPes „sol“. Die Erkenntnisse bzw. Überlegungen zur FML alloq werden analog auch hier angewendet. Ist das letzte Wort Oxytonon (O), 1036 „Ab insurgén-ti-bus in mé“, so rutscht der Akzent natürlich an die letze Silbe, die vorletzte Silbe „in“ ist dann Epiphonus „sol“ und staut den Akzent an. Soll das Incipit mit Doppelpunkt oder Fragezeichen weitergeführt sein, so wird es wie Oxytonon behandelt: 0235 „Dixit dominus matri suae: mulier ecce filius tuus. ad discipulum autem: ecce mater tua, alleluia“. „Das sprach der Herr zu seiner Mutter: Frau, siehe da dein Sohn; zum Jünger aber: siehe deine Mutter“. 
-Ein weiteres Mittel die Artikulation des Textes zu modifizieren,​ ist die Clivis drei Silben vor dem Akzent (cf.: 1TER). Die Clivis führt weiter, sie kann aber zum Cephalicus reduziert sein, dann staut der Cephalicus und der folgende Text wird so in seinem Gewicht verstärkt. 
-0056 „In tua patientia possedisti animam tuam, - Mit deiner Geduld hast du deine Séele bewahrt. 0711 „Tu autem) cum oraveris intra in cubiculum“ - „Du aber) wenn du betest geh in dein Kämmerlein…“. 
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-Die praetonischen Silben (bis zu fünf) vor der Clivis 0079, 1520 rezitieren auf re. Hat dieser praetonische Text einen (leichten) Akzent, der hervorgehoben werden soll, so springt die Rezitation re auf der Silbe vor dem Akzent zum fa. 0063, 1041. 
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-Die weiterführende und verbindende Funktion der Clivis wird nicht selten auch am Ende des Centos eingesetzt 1520. 1676 „Unus ex duobus → qui secuti sunt dominum…“ - „Einer von den beiden die dem Herrn gefolgt waren…“. 
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-1294 „ibat ie-sús“ vermischt „INC Clv -“ mit dem akzentvorbereitendem Torculus. 
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-Die für dieses Incipit typische Clivis kann aber auch die Binnenformel MED triv einleiten. Die unterschiedlichen Centones sind nicht immer klar von einander abgesetzt. Entsprechend einer Gedächtniskultur sind die Antiphonen assoziativ komponiert und so kann der Übergang von einem Cento zum anderen fließend sein 1362. 
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-1INC 5Pes Wenn der Hauptakzent,​ die Sinnspitze der ganzen Antiphon bereits an ihrem Beginn steht, so springt die Melodie unmittelbar die Quint hoch zum Ténor la. Mehr als 90 mal wird dieses Incipit im Stammrepertoire verwendet. 
-Dabei können vor der Sinnspitze ein bis vier praetonische Silben stehen. Der erste Akzent öffnet immer mit Pes „re-la“ (viel häufiger kPes als nkPes) den Quintraum. Die praetonischen Silben werden syllabisch additiv davorgesetzt:​ 1 „re“ Eine einzelne praetonische Silbe allein ist allerdings immer als kPes ausgebildet,​ den man hier besser als Virga urgens bezeichnen würde. 2 „do“ + „re“, 3 „mi“ + „do“ + „re“, 4 „re“ + „mi“ + „do“ + „re“. 
-In 0666 ist die Wiederholung des „re“ „Si-mi-le est énim“ als Diaerese der einen Silbe „Si-mi-lest énim“ zu verstehen. In 0237 ist die Abweichung von der Normalform (vide 0245 „Iste est iohánnes“) als zusätzlicher praetonischer Kleinakzent „Íste est iohánnes“ zu erklären. 
-Vielfältig sind die Möglichkeiten,​ den(die) Hautakzent(e) darzustellen:​ Der (erste) Hauptakzent des Cento ist die Dreitonneume „re-la-si“. Traditionell würde sie als teilweise artikulierter Scandicus bezeichnet (-23). Man sollte ihn besser nkPes urgens nennen, denn seine eigentliche Funktion ist der nk AkzentPes „la-si“ aus der Rezitationsebene la heraus. Verstärkt wird er durch das portamento re-la, das ihn emotional verstärkt (Vergleiche dazu die Schreibung dieser Neume in Ang im Messrepertoire z.B.: 0017, 0057). 
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-1435 Die schwächste Form von Hauptakzent:​ der bloße kPes re-la. „Misso he-ró-des spiculatore praecepit amputare caput iohannes“. „Heródes schickte einen Soldaten…“ Herodes ist wichtig, aber kaum wichtiger, als der weitere Bericht. 1207 „Túnc práe-cepit omnes igne cremari“ „Dánn befáhl er er ihnen“. Steile Fügung: zwei gleichwertige Akzente, aber beide nicht sehr stark. Ebenso in 0769 „Vá-do ád patrem meum“. 0211 „Sáu-lé quid persequeris martyrem meum stephanum“. „Saulus warum verfolgst du…“ Starker Anruf. Der Name „saulús“ ist endbetont. 0218 „Io-cún-dus homo qui“ „Glúecklich der Mann…“ Der Akzent ist stark und wird von keinem zweiten Akzent gefolgt. Ebenso in 1044. 
-0675 „A-mí-ce nón facio tibi“ „Freúnd ich tue dir nicht unrecht“. 0024 „Éc-ce vé-niet deus et homo“ „Síehe, kómmen wird der Gott und Mensch“. 
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-Nach und nach wird ein schwacher Akzent stärker, ein zweiter gesellt sich dazu. Von Fall zu Fall verändert sich das Verhältnis der beiden Akzente zueinander und sie werden immer stärker. Die folgenden drei Beispiele zeigen die Behandlung des PPO ebenfalls steigernd. 
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-0307 „Hódie“,​ der nkPes re-la wird auf zwei Silben aufgeteilt. 0075 Der nkPes urgens wird auf das endbetonte „Do-mi-ní“ (= HWHJ) aufgeteilt. besonders aufwendig 1065 „Io-séph áb ari-má-thea“:​ „Ioseph ab“, jede Silbe ist für sich betont, dazu noch der Herkunftsort „arimáthia“. 
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-Die restlichen Beispiele sind wieder Normalfälle wie 0675 und 0024, nur dass der erste Akzent bloß ein nkPes „re-la“ ist, er hat weniger Gewicht als der zweite Akzent. Der jedoch kann wieder dreifach abgestuft vorkommen: 0833 „Lí-bera me dó-mine“ „Rétte mich Hérr“. „dómine“ ist der wichtigere Akzent, aber dynamisch zu sprechen: kPes. Ebenso 1722 „Iám non dí-cam vos servos“: „Aber ich nén-ne euch nicht Knechte“. Im Gegensatz dazu: 0856 „Mittens háec mulier“ „salbend mich díese Frau“. nkPes. Der letzte Fall ist kaum adäquat ins Deutsche zu übertragen. 
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-Das Incipit 5Pes wird nicht selten mit 1NMA appl, „applicatio“ abgeschlossen. Im Nachhinein verstärkt sie die im 1INC 5Pes angesprochene Person/​Sache und grenzt sie von der nachfolgenden Aussage ab. 
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-Sehr oft transponiert die „applicatio“ die Ténorebene la zum sol tiefer. Dann wird die 5TonNeume Clivissuprapunctisflexus (applicatio) zur 6TonNeume Clivissuprapunctissubpunctis erweitert (applicatio ad sol). Dem Schlusston „sol“ folgt in den adiastematischen Handschriften ein Oriscus. Die diastematischen Handschriften schreiben in etwa gleich oft den Oriscus als eigenen Ton wie sie ihn auch negieren. Wir deuten den Orisus als Signal, einen neuen Cento zu beginnen und wiederholen daher das „sol“ nicht. Die anderen 1INC 5Pes schließen mit la, mit oder ohne applicatio, und führen von dort aus weiter. 
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-In 0666 sind sich die adiastematischen Handschriften nicht einig, wie der Text zu Klang zu bringen ist. Mont Renaud (MR) legt das Incipit klassisch zweiakzentig an: „Sí-mile est rég-num caelorum“. Hartker hingegen schiebt in den Text ein „enim“ ein und macht dieses zum eigentlichen Akzent: „Simile est énim regnum caelorum“. Eine Variante, die auf deutsch vielleicht nur mit veränderter Satzstellung übertragen werden kann: „Denn) → das Himmelreich gleicht einem….“ 
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-1INC VrgStr Wenn eine Antiphon mit einem Vorspann - einer Anamnese - einer Ouverture beginnt, die von der eigentlichen Aussage abgesetzt ist, so tritt dieses Incipit an. 
-Die adiastemtischen ​ Handschriften ​ kündigen diesen Cento mit Virga strata an. Zur Virga strata s.u. 
-Es ist ein melodischer Unterschied,​ ob der vorletze Akzent PPO oder PO ist.  
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-1INC voc Nur viermal kommt das Incipit vocatio ​ „Berufung“ vor, eine Variante von INC Clv die hier über das „mi“ nur zur Quart, dem „sol“ geführt wird. 
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-0016   Maria wird zur Mutter Gottes berufen, 
-1675   Jesus beruft am See Genezareth Petrus und Andreas zu Aposteln, 
-1900   ​Samuel wird im Traum gerufen und spricht: „Rede Herr, dein Diener hört“ 
-1901   David erkennt, er soll den Tempel bauen. 
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-1INC ad4 Das Incipit zur Quart ist eigentlich ein Cento des 4.Modus.  
-Im Protus wird er für Texte mittlerer Spannungsebene verwendet, um einen Gegensatz/​einen Kontrast zum Protus von der Quint zu bilden. ​ 
-Wird der Text länger, so wird mit  „mi“ - „sol-la“ erweitert. Diese Art der Erweiterung wird auch in anderen Centones verwendet, z.B.: 1TER de5 0211 u.a. Ihre eigentliche Heimat ist der 7. Modus, dort als Signal für die Sinnspitze am Anfang der Antiphon. 
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-1INC ad1 Spannungslose Texte (Einleitungen) beginnen mit „do“ und rezitieren auf „re“. (Incipit zur Prim) 
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-INC ad 3 Das Intervall der kleinen Terz ist konstitutiv für den 2.Modus, wird aber auch im 1.Modus eingesetzt. Hier wird sie nicht weiter behandelt. 
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-synopsis 
-Zusammenschau ​ 
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-zum kurrenten Pes 
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-Seit Eugène Cardine x) wissen wir, dass der Torculus (=) der Pes flexus, neben einer kurrenten (kTrc) und nicht kurrenten Form (nkTrc) ​ auch eine „Spezial“form hat, den „Torculus mit vorbereiteter Endartikulation“,​ dessen erster Ton so leicht ist, dass er auch entfallen kann und der „Pes flexus“ sich zur Clivis reduziert. Was für den Pes flexus gilt, gilt auch für den (kurrenten) Pes.  
-Endet eine Terminatio mit Proparoxytonon (PPO), so steht auf der Binnensilbe des Schlusswortes (z.B. „dó-mi-nus“) quer durch alle Handschriften nahezu willkürlich einmal eine Virga dann wieder ein kurrenter Pes. Auf den Punkt bringt diesen Sachverhalt codex Mont Renaud mit der Antiphon 0733 „Domus mea“. Zweimal notiert der codex diese Antiphon, einmal mit Pes, einmal mit Virga. Welches Klangphänomen liegt einer solchen Quellenlage zu Grunde? Wir sind der Überzeugung,​ dass hier ein Portamento die Vernachlässigung der Binnensilbe (vgl.: im französischen „dominus“- „domnus“) verhindern soll. Der kurrente Pes müsste (hier) sinnvoller als „Virga urgens“ bezeichnet werden. Als Folge davon schreiben wir den kPes ausnahmslos mit weißem Anfangston. Das Verständnis des kPes als Portamento löst auch sofort die Fragen nach dem unisonischen Anschluss in der  FML alloq auf: ein Portamento hat keinen fixen Anfangston (s.o.). Ebenso wird 1INC 5Pes die Graphie in Ang 0017 (s.o.) logisch. 
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-Unser neuzeitlich musikalisches Vorverständnis und vor allem die normative Kraft des Faktischen, keine gängige Choraledition kennt ein eigenes Zeichen ​ für den kPes, nageln uns in der Praxis auf den ersten Ton einer Silbe(Neume) fest.  Die bisherigen Editionen hindern uns, den Gregorianischen Choral so sprachlich/​wortgezeugt zu singen, wie er ursprünglich (im 1.Jahrtausend,​ nicht wie in den Codices des 11. und 12. Jahrhunderts notiert) geschaffen war. L.Agustoni hat diesen Sachverhalt vor mehr als 30 Jahren so formuliert:​ „Eine Neume beginnt nicht mit der ersten Note...“. 
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-TYPOS 
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-Der erste Modus kennt nur einen einzigen Typos  ( 1 TYPOS, Typos protus authenticus). Er „vertont“ zweiteilige Texte, deren Hauptakzent im 2. Viertel liegt: 
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-Hesterna die Dóminus / nátus est in  térris /  
-ut hodie Stéphanus ​     / nasceretur in cáelis. 
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-Die Texte der meisten Antiphonen sind psalmogen, auch viele neutestamentliche Antiphonentexte haben die typische Psalmstruktur,​ nämlich den parallelismus membrorum: eine Aussage der ersten Psalmvershälfte wird in der zweiten Hälfte weitergeführt,​ begründet („quia“ etc.) oder mit anderen Worten wiederholt. Dieser Doppelstruktur-,​ gregorianisch besser beobachtet: dieser vierteiligen Struktur des Textes entspricht auch eine bestimmte typische Melodie. Jeder Modus hat seinen eigenen TYPOS. Der Begriff Typusmelodie wird vermieden, um einer rein musikalischen Sicht, vom Text abstrahierend,​ vorzubeugen. Nicht nur die Melodie, auch der Text ist typisch, ohne diese Textstruktur gibt es diese Melodiestruktur nicht. 
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-Während die Terminatio wechseln kann, am häufigsten ist es  1TER penult,​ sind die anderen drei Teile fix:​ Immer wird mit 1INC clv begonnen, die beiden Medialcentos sind 1MED mdt und 1MED nov. 
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-===== MEDIUM =====  
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-1 MED mdt Nach dem Clivis-Incipit wird im Cento die Hauptaussage der Antiphon mit dem melodischen Höhepunkt "​sa"​ erreicht. Der Nebenakzent des Cento erreicht nur mehr das "​la",​ bevor der Cento auf "​sol"​ beschließt. ​ 
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-0018 Noch bevor sie zusammenkamen ... war óffensichtlich,​ dass María ... schwanger war... 
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-0199 Gestern ist der Herr, gebóren dieser Wélt ... 
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-0737 Ein PPO auf dem letzten Akzent teilt den Akzentpes fa-la auf zwei Silben. Wieder wird die Binnensilbe (la) durch dem kPes verstärkt. Wieder schreiben spätere Handschriften eine durchgehende Linie: "fa - sol-la - la", während ältere Quellen (T1, aber auch Lc !) auf den Durchgangston (sol) verzichten, was dafür spricht, den kurrenten BinnenPes als portamento zu verstehen. 
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-1320 Ist der Text zu kurz, wird mit Synärese gearbeitet, ​ 
-0239 eine praetonische Clivis verstärkt den folgenden Akzent, ohne ihn zu "​betonen"​. 
-"​e-léc-tus,​ quem elégi" ​ 
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-2002 Die Elision der praetonischen Clivis mit dem Akzentton "​la"​ zum Porrectus "​fa-sol-la"​ gibt dem Akzent Breite ohne Schärfe und führt weiter "​sánc-tos persequéntes"​. 
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-0170 In der Magnificat-Antiphon von Weihnachten wird gezeigt, wie die "​Doppelpunkt-Funktion"​ erreicht wird: der Cento schließt nicht auf sol, sondern auf la. "​Chrístus nátus est:" 
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-Der Cento **MED mdt** kann aber auch auf einen einzigen Akzent verkürzt sein, um unmittelbar in eine TER zu münden: 
-0845, 0893, 1827. 
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-1MED nov Die Reintonatio (=NEO) rezitiert auf sol, der Akzent hebt sich zum la (1toniger Pes), die zwei posttonischen Silben gehen stufenweise zum fa. Die Akzentsilbe kann durch kPes verstärkt werden: 1716. 
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-1046 folgt ein nachgestellter Akzent „et incli-ná-to cá-pite“ 
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-0170 In der Magnificatantiphon von Weihnachten wird das entscheidende Wort „apparuit“ - „erschien der Erlöser“ (Epiphanie) in steiler Fügung doppelt betont: áp-pá-ruit“ Dieses PPO wird zusätzlich noch auf der Binnensilbe mit Clivis verbreitert (siehe auch 0242). 2002 Ebenso wird mit dem Schlüsselwort des Magnificat verfahren: „et ex-ál-tá-vit humiles“ 
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-Vor dem (Hauptakzent des Cento NEO kann ein weiterer Akzent liegen (z.B.: 0239 „he-ró-des con-fú-sus est“), dann schwenkt die Melodie nach dem Vorakzent kurz zum mi, um mit dem sol zum Hauptakzent la zu steigen. Liegt nur eine Silbe zwischen den beiden Akzenten, verbinden sich mi und sol zum nkPes. 
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-0219 Ist das (Haupt)Akzentwort ein PO (nur eine posttonische Silbe), so verbindet sich das nun überflüssige sol der Binnensilbe mit dem Akzent zur Clivis la-sol. 
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-0076 Soll der Cento mit Doppelpunktwirkung weiterführen,​ so erhält die letzte Silbe einen nkPes: „qui póst me vénit: ante mé factus ést.“ 
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-Drei Beispiele individueller Varianten: 
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-0742“ Der mich geheilt hat / hat mir befohlen* nimm dein Bett (griech.: krábatos, ärmliches Lager, österr.:​Graffl?​) / und geh´ in Frieden.“ Normalerweise wäre dieser Cento NEO zweiakzentig „tolle grábbatum túum“. Der Verzicht auf den zweiten Akzent und das bloß rezitativischen Auslaufen des restlichen Textes geben dem Text eine gewisse Schnoddrigkeit,​ die auf hochdeutsch kaum auszudrücken ist. 
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-1730 „Seht, ich schicke euch / wie Schafe mitten unter die Wölfe* seid also klug wie die Schlangen / und arglos wie die Tauben“. „estóte ergo prudéntes“. Das bloße Rezitieren des Textes, der Verzicht auf die übliche Melodie ist wohl die Klugheit der Schafe: Zurückhaltung,​ Bescheidenheit,​ ohne auf die beiden Akzente zu verzichten: Epiphonus und Cephalicus: sorgsames Absprechen der Akzentsilben reicht aus, sich verständlich zu machen. Dabei bleibt die Standardmelodie immer mitgedacht, wie das equaliter nach „érgo“ beweist. 
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-0816 „Herr, wärest du hier gewesen / Lazarus wäre nicht tot* schau, er stinkt schon / vier Tage im Grab“. Der Text „ecce iam foetet“ steht in der Position des Cento NEO. Abgesehen von der FML retardens müsste der Cento auf fa enden, wie in fictio 2. Er endet aber auf re, daher die Wendung zur TER la-fa-re. Darüber hinaus ist hier die Erzählung tatsächlich zu Ende, was noch kommt, ist verzichtbar. Auch daher ist TER berechtigt. Die Melodie müsste etwa wie fictio 1 klingen. Der Komponist nutzt aber die Gelegenheit,​ das entscheidende Wort „iam“ durch Syneresis der vorhanden Töne zu einem Pes subpunctis zusammenzuziehen und damit zur theologisch schwerwiegenden Aussage zu machen. 
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-1MED triv. Der Gang durch die große Terz – trivium – trivial. Die melodische Floskel f-g-a-g-f, der triviale Gang durch die große Terz, bildet den Kern eines Binnencentos,​ der sehr häufig (über 200 mal) verwendet wird, äußerst vielgestaltig sein kann und sich jeder denkbaren Textgestalt anpasst: MED triv. Er ist nicht besonders emotional geladen und wird verwendet, wenn kein anderer, wesentlicher Aussagegrund vorliegt. Der eine Akzent liegt fast immer auf dem la (nicht in 1520) 
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-Bearbeiten 
-einakzentig 
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-MED triv 1. 
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-0363 Das Wort „dóminus“ wird mittels Clivis auf der Binnensilbe erweitert. Es wird ihm damit mehr Zeit gegeben, ohne es zu betonen. 
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-0080 Synärese, wenn zu wenige Silben vorhanden sind, verbinden sich fa und sol zum nkPes. Das geht jedoch nur, weil „et“ in diesem Kontext wichtig genug ist, diese Akzentneume zu tragen. „Erunt prava in directa et aspera in vias planas“. ( Diskurs CvP - GJ ) 
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-1356 Der Akzent auf „la“ kann mit portamento (kPes) verstärkt werden. 
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-0812 Verdoppelung bei zu vielen Silben. Wichtiger ist der Cephalicus „qui di-ci-tur der den Namen „iesus“ mit seinem Stau hervorhebt und die Betonung auf der Endsilbe nahezu erzwingt: „iesús“. 
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-2045C Auch hier statt der Cephalicus vor dem Pronomen „te“ und verstärkt es. Der kPes zum sol führt weiter (Doppelpunkt-Funktion!). 
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-Bearbeiten 
-zweiakzentig – 1. Akzent wichtiger 
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-Häufig folgt ein zweiter, weniger wichtiger Akzent. Er führt aus der Rezitationsebene fa zum sol. An diesem zweiten Akzent ist mustergültig abzulesen, wie die unterschiedlichen Möglichkeiten des Pes (1 - 3 tonig) die Schwere des Akzentes dosieren : 
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-0463 „fundaménta eius“ = kein Pes, kein Akzent 
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-0016 „nuntiávit maría“ die Silbe „ma-ri-a“ hebt sich mit einer Virga sol aus der Rezitation fa = „eintöniger Pes“. 
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-0857 „non defíciat fí-des“ – kPes. Die Schwere nimmt zu. 
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-1905 „sicut davíd fi-dé-lis“ – nkPes. Das Gewicht des zweiten Akzentes wird größer. 
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-0098 „nasci sál-va-tó-rem“ 3töniger Pes (traditionelle Bezeichnung = Einklangsscandicus mit Anfangsartikulation“). Das Morphem (die sinntragende Silbe „salv-) und der grammatische Akzent („salva-tó-rem) sind ziemlich gleichwertig. 
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-Bearbeiten 
-zweiakzentig – beide Akzente gleichwertig 
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-0048 Sind Texte zu Klang zu bringen, deren beide Akzente gleichwertig sind, so entsteht eine M-Form. Der zweite Akzent liegt auf dem zweiten „la“, der erste Akzent nicht unbedingt (1960). 
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-1960 Das Wort des zweiten Akzentes, das fast immer PPO ist, kann mit Clivis auf der Binnensilbe erweitert werden (wie oben 0363). 
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-0636 + 1760 Die Synärese der ersten drei Töne zum Torculus fa-la-sol geschieht nicht bloß wegen zuweniger Silben, es sind Worte, deren Wichtigkeit Torculus verdient: „ápóstolus“ – „ápériens os súum“. 1760 bringt zu Torculus und Binnensilben-Clivis noch eine zusätzlichen dritten Akzent (vgl.: 0857). 
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-0301 + 0339 Der Cento trivium schließt öfter auch nach unten zum „re“ ab (s.u.).In 0339 schafft eine 4-tönige Syärese auf einem kühnen Text einen nkPesSubpunctis. „Sí tú vís“ („Domine si tu vis potes me mundare“). Drei Akzentsilben unmittelbar nebeneinander,​ doppelte steile Fügung, eine schwerwiegende Aussage und eine kühne Lösung für den Cento. 
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-2552 + 1968 Die Beendigung des Cento auf „sol“ wirkt als Doppelpunkt,​ verweist weiter, egal ob darauf fa (2552) oder re (1968) folgt. 
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-Bearbeiten 
-colon / Doppelpunkt / weiterführend 
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-1440 Der Schluß des Cento kann zum → re abspringen oder absteigen (1615, unmittelbar in die FIN-Formel übergehen). 
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-0024 Bei entsprechenden kurzen Texten kann der Cento BIN triv unmittelbar mit dem „la“ beginnen. 
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-0699 Cento BIN triv kann aber auch zum → la aufsteigen. Die 1FML la-fa-re kann auch hier wirksam werden. 
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-Auch eine Einleitung/​Intonation mit Clivis re-do ist möglich ( ebenfalls 0699, vgl.: ClivisIntonation der PR1). 
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-Aus diesen Grundelementen werden den Texten und dem Umfeld, den benachbarten Centones entsprechend oft recht individuelle Melodien gebildet. Grundformen werden verschmolzen,​ der Terzgang verkürzt oder angereichert. 
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-Ein besonders schönes Beispiel ist die Antiphon „Scio cui credidi“ 1356. 
cento_an/pr1_typos.txt · Zuletzt geändert: 2018/10/20 19:21 von georgwais