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ant:0108

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0107 ← → 0109

0108 AN De sion veniet dominusModus 1

0105AN 10109

De sion ! veniet DOMINÚS omnipotens . 
ut salvum ↔ fáciat ↔ populum suum.

1FML alloq (0049 ← → 0109) „De sión“ auf der Endsilbe betont. 1TER de5 (0105 ← → 0109) Langer Text, zwei Töne am Beginn zusätzlich. Die ungewöhnliche Struktur des Cento beruht in der Endbetonung des „do-mi-nus“. HWHJ wird so gekennzeichnet (hebräisches Wort) in Gegensatz zum „Herrn“ „dóminus“. Nur T1+2 gehen mit H und MR mit. Alle jüngeren Handschriften vertonen normal. Der Cephalicus „om-nípotens“ verstärkt den Akzent. Das aequaliter verweist auf den folgenden Cento

1FML sol-mi-do (0088 ← → 0176) Dies Formel ist eingentlich nicht mehr als ein Pes subpunctis (Pes fa-sol und Virgae mi und do), die Neume für theologische gewichtige Texte. Wie wichtig „faciat“ im Kontext knapp vor Weihnachten (Adv4 f5) ist wird mit Blick auf 0095 offenbar: Das Gesetz wird durch die Geburt des Herrn aktiv erfüllt. Diese Formel ist gerne auch in Centones des 2. Modus eingebettet: hier ist sie durch

2INC cad (0082 ← → 0165) zweiakzentig, eingeleitet. Damit ist das Wesentliche gesagt: „ut salvum -ciat“.

Das folgende „populum suum“ läuft unbetont aus, hat keine wirklichen Akzente mehr. Der Doppelpunkt durch den Abstieg zum „do“ provoziert auch keinen Hauptakzent mehr. Daher bleibt die Terminatio im Tonraum bis zum „fa“, der Aufstieg zum „sol“ ist zu vermeiden. H + Ka, MR + Wc und T1+2 verwenden eine

1TER penult (0104 ← → 0146) mit zur Terz verkürztem penultimoPes. Die anderen Möglichkeiten wie 1TER de3, oder 1TER conc, Fo2 und Lc verwenden sie, würden alle zum „sol“ führen. Bleibt nur mehr der 2.Modus:

Bv beendet diese Antiphon mit 2 TER.

ant/0108.txt · Zuletzt geändert: 2022/01/06 19:40 von georgwais