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Y

Interiectio

Wenn die Texte der einzelnen Perioden zu lange sind um mit zwei Centones das Auslangen zu finden, wird ein weiterer Cento eingeschoben, eine „interiectio“.
Das geschieht meist in der 1. Periode ( A - i - B ),
weniger oft in der 3. Periode. Dann wird es mit dem i-greek, dem y-psilon bezeichnet ( E - y - F ).
In der 2. Periode kommt eine interiectio nicht (kaum?) vor. Hier wird ein Konglomerat mehrerer individuell zusammengesetzter Centones verwendet, sollte die Normstruktur ( C + D ) nicht ausreichen.

In unserer Notenausgabe stehen die Centones bündig außen (A, C, E links, B, D, F rechts), so es halbwegs machbar und sinnvoll ist. Die Interpositionen hingegen sind mittelbündig notiert, sie erreichen den Rand nicht.

Als Interiectio wird meist einer der üblichen Centones ( A - B - C - D - E - F ), oft auch seine Kurzform verwendet. Häufig kommt der Cento zur Anwendung, der sonst im konkreten RP nicht aufscheinen würde. Die eingeschobenen Centones werden mit Kleinbuchstaben bezeichnet. Die Interiectio kann aber auch der Platz für individuell textausdeutende Vertonungen sein. Diese sind dann ein „Cento y“.

e.g.: 7787 „sanguinem fuderunt“

y1

7585

y3

7361

7352

7275

y4

circulatio 7266 „stantem“, „nomen eius“ 2x circulatio

y7

7627
7708

7081 2x

7018 aus A + E entwickelt.

7177

7265 vicit leo

7759

7345